Wie Corona unsere Arbeitswelt verändert

Leere Büros und virtuelle Teamkonferenzen: Die aktuelle Corona-Krise macht flexible Arbeitsmodelle und eigenverantwortliches Arbeiten im Home-Office mit einem Schlag salonfähig.

Digital aufgestellt war das das Team der PARTNER AG bereits lange vor der Corona-Krise, doch nun zeigt die Flexibilität von Notebooks, Team-Software und One-Note-Dateien ihr wahres Können im Home-Office von rund 25 Mitarbeitern. „Wir haben das Thema Digitalisierung schon vor über einem Jahr sehr ernst genommen. In der Tat war dieser Schritt ein Kraftakt, denn Laptops, WEBEX-Boards und Zeichenprogramme für Architekten wie Autocad oder Revit brauchen viel Speicherplatz und Support, um verlässlich zu funktionieren“ erklärt Michael Stoz, Vorstand der PARTNER AG. „Nicht immer waren sich Team und Führungskreis darüber einig, welche Lösung nun die beste sein könnte. Einig hingegen waren wir uns beim Thema Desk-Sharing und Mobilität. Das ist eine gute Basis für die gegenwärtige Home-Office-Situation“, so Stoz weiter.  In den Büros in Offenburg und Freiburg gibt es keine fest zugewiesenen Arbeitsplätze für jeden Mitarbeiter, sondern man sucht sich morgens einen freien Arbeitsplatz und kann je nach Projekt mit unterschiedlichen Kollegen zusammensitzen. „Laptops haben wir aus dem Grund eingeführt, weil wir von überall arbeitsfähig sein möchten – ganz egal, ob das nun im Schwarzwald oder an der Côte d’Azur ist“, ergänzt Architekt Johannes Kuhnt.

Alltag und Arbeitskultur

Die Team-Meetings finden aktuell dreimal wöchentlich via Webex-Software statt. Punkt halb zehn heißt es für alle Mitarbeiter zuhause: Am Laptop einloggen, die wesentlichen Arbeitsschritte und Fragen im Team klären und Ziele für den Tag definieren. Vorgegangen wird in alphabetischer Reihenfolge, damit nicht alle durcheinander sprechen. Zeit für das Zwischenmenschliche, ein virtuelles Feierabendbier und Humor bleibt dennoch. Den braucht es folglich, wenn Kind und Kegel im Hintergrund präsent sind und der Arbeitsrhythmus aus den Fugen gerät. Die Belohnung für den Einsatz? Ausreichend Information und Motivation für alle, damit das Zugehörigkeitsgefühl auch im Social Distancing nicht verloren geht. „Um eine Krise zu meistern, braucht es Vertrauen, Teamwork und Engagement. Für unsere Mitarbeiter ist es wichtig zu sehen, dass wir sie in sämtlichen Belangen unterstützen und Verständnis für die derzeitige Herausforderung haben“, erklärt Harry Messinger, Prokurist der PARTNER AG.

Wird das Homeoffice salonfähig?

Nicht nur intern beweist sich der digitale Austausch am Laptop mit Videokamera und Audio. Zunehmend finden auch externe Meetings mit Bauherren und Fachplanern virtuell statt. Jedoch ist vielen Unternehmen das Arbeiten im Home Office noch fremd. Es fehlt schlichtweg an Vertrauen in die Mitarbeiter. „Ein kultureller Wandel braucht Zeit zum Wachsen – diese Prozesse kennen wir gut“, erklärt Ute Stubenrauch, Architektin und Prokuristin der PARTNER AG. „Wir haben uns in der Beratung von anderen Unternehmen darauf spezialisiert, Veränderungsprozesse wie Open Space, Desksharing und flexible Arbeitsmodelle anzustoßen. Die Corona-Krise befeuert nun diese Prozesse und man wird sehen, ob und wie sich die Arbeitskultur nachhaltig verändern wird“, so Stubenrauch weiter.

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