Die Partner AG fokussiert sich zunehmend auf die Architektur von Ladenbau. Wir haben nicht nur Erfahrungen in diesem Sektor gesammelt, sondern uns in Berlin nach den neuesten Trends im Einzelhandel und mit Fokus auf die Einkaufskultur umgesehen. Hier ein kurzes Resumée unserer Eindrücke:

Der Einzelhandel funktioniert sich um. Die fortschreitende Digitalisierung greift auch im Ladenbau um sich. Stores werden nicht nur technologisch aufgerüstet, sondern erfahren eine grundlegende Modernisierung. Sie geht häufig mit einer Flächenerweiterung einher, die Raum für Veranstaltungen wie Weinproben, kulinarische Verköstigungen, Vernissagen oder Fashion-Events bietet.

Oberstes Credo lautet: Der Kunde muss sich wohlfühlen

Es ist ein gesellschaftlicher Wandel, der das Einkaufsverhalten grundlegend verändert hat. Was die gehobene Einkaufskultur vom Online-Shopping unterscheidet? Die Soft-Skills halten Einzug: Wohlfühlen, Erleben, Vertrauen und der Wunsch nach Abwechslung beeinflussen das Verhalten des Kunden. Produkte mit allen Sinnen zu erleben – das unterscheidet das Einkaufserlebnis vor Ort vom schnellen Online-Shopping. Den Kunden neugierig zu machen und seine Verweildauer durch einen angenehmen Aufenthalt zu verlängern ist mehrheitliches Ziel der Auftraggeber. Service und Individualität treten hier an erster Stelle, Zweckmäßigkeit und Pragmatismus sind passé.  

Gestalterische Umsetzung

Mit differenziertem Beleuchtungskonzept eine eigene Stimmung zu kreieren ist Teil des modernen Store-Designs. Man kann mit ganzen Farbkonzepten arbeiten: Unterschiedliche Sortimente werden mit verschiedenen Farben beleuchtet, warm oder kühl – je nach Auswahl. Beleuchtete Nischen schaffen einen räumlichen Zusammenhang und ermöglichen es, Produkte exponiert zu präsentieren.

Darüber hinaus geht es darum, Waren nicht nur abwechslungsreich, sondern auch informativ in Szene zu setzen. Multimediale Anwendungen vermitteln via QR-Code auf dem Smartphone oder auf Aufstellern mit integrierter Videofunktion weitere Informationen zur Herkunft oder Anwendung der Produkte. So kann der Verbraucher erkunden: Was mache ich mit diesem Produkt, wie wende ich es an oder welche weiteren Zutaten brauche ich? Dieses Storytelling macht den Einkauf zum Erlebnis.

Maßstab bei der Einrichtung und Gestaltung ist neben dem Wohlfühlfaktor die gute Orientierung im Laden. Kunden sind es gewohnt, im Internet Produkte schnell und gut informiert zu erwerben. So sollte der Konsument bereits beim Betreten des Ladens erahnen können, welche Qualität er zu erwarten hat. Es braucht innovative Konzepte, bei denen Zielgruppe, Kundenstruktur, das Sortiment und die Preise genau unter die Lupe genommen werden. Nur so können Räume gut gestaltet werden. Die Zugänglichkeit des Ladens, die richtige und psychologisch-sinnvolle Platzierung der Waren und des Kassenbereichs spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Dem Kaufverhalten liegt eine gesellschaftliche Entwicklung zugrunde, die langfristig zu betrachten ist - sie ist kein kurzfristiger Hype. Retail-Design wird zum Kunden-Erlebnis: Auf dieses Zusammenspiel kommt es an. Diese über die Architektur hinausgehenden Aspekte wie Kundenführung und Verkaufspsychologie spielen z.B. auch bei der Gestaltung von Bankfilialen eine Rolle. Die Aufgabe der Architekten ist es, Räume zu schaffen, die ein Erlebnis möglich machen und den Dialog zwischen Produkt und Kunde ermöglichen und fördern. 

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